!NieWieder Pressemitteilungen„17. Erinnerungstag im deutschen Fußball“ an den Spieltagen um den 27. Januar 2021

12. Januar 2021
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„17. Erinnerungstag im deutschen Fußball“ an den Spieltagen um den 27. Januar 2021

Pressemitteilung von !Nie Wieder – Erinnerungstag im deutschen Fußball

München, 12. Januar 2021

Erinnern – Ermutigen – Handeln

Die Initiative „!Nie wieder – Erinnerungstag im deutschen Fußball“ wird zum 17. Mal an den Spiel- und Turniertagen um den 27. Januar 2021 die Botschaft des  „Nie wieder“ in die deutschen Stadien und Arenen tragen. Seit 17 Jahren erinnert sie die Fußballfamilie daran, dass Menschen aus ihren Reihen von den Nationalsozialist*innen verfolgt und ermordet wurden.

Wer vor der Vergangenheit die Augen verschließt, ist blind für die Gegenwart.“

(Richard von Weizsäcker)

Diese Aufforderung, sich mit der eigenen Geschichte zu befassen und sich gleichzeitig in aktuelle gesellschaftliche  Vorgänge einzumischen und zu handeln, ist notwendiger denn je. Wir erleben in der bundesrepublikanischen Gesellschaft ein nicht hinnehmbares Anwachsen von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus, Antiziganismus, Sexismus und der Ausgrenzung der LGBTIQ+Community. Schmähungen,  offener Hass und tätliche Angriffe nehmen zu und gehören zum Alltag.

Wir dürfen hierzu nicht schweigen. In einer weltoffenen, werteorientierten und demokratischen Gesellschaft muss diesen menschenverachtenden Taten Widerstand entgegengesetzt werden. Auch der Fußball als starker und bedeutsamer Akteur in unserer Gesellschaft und unserer Kultur muss gegen diese verstörende Entwicklung aktiv Stellung beziehen.

Die Initiative „!Nie wieder – Erinnerungstag im deutschen Fußball“ wurde 2004 mit einem Aufruf weniger Engagierter in der Evangelischen Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau ins Leben gerufen.  Der „17. Erinnerungstag im deutschen Fußball“ wird inzwischen ligenübergreifend von unzähligen Clubs aktiv unterstützt und mit Aktionen begleitet. In diesem Bündnis sind neben Faninitiativen, Fanprojekten und einem breiten zivilgesellschaftlichen Verbund auch  DFL, DFB,  Landesverbände des DFB, DOSB und Makkabi Deutschland engagiert.

Dieses Jahr steht die Leidensgeschichte der Menschen im Mittelpunkt, die in der Nazizeit aufgrund ihrer sexuellen und geschlechtlichen Identität gebrandmarkt und brutal verfolgt wurden. Ihre Bedrohung endete nicht mit dem 8. Mai 1945 und sie ist auch 2021 für die Betroffenen erschreckend real. Noch ist es kein gesamtgesellschaftlicher Konsens erreicht, dass jeder Mensch seine sexuelle und geschlechtliche Identität frei und offen leben und zeigen kann.

Offiziell wird die 17. Kampagne, die am 20. Januar beginnt und bis zum 10. Februar läuft, in der schwäbischen Metropole Stuttgart mit einer Auftaktveranstaltung eröffnet. Verantwortet und gestaltet wird sie von den Julius Hirsch Preisträgern, dem Fanprojekt der „Stuttgarter Kickers“ und der Johann-Friedrich-von-Cotta-Schule, sowie dem Fanprojekt des „VfB Stuttgart“ sowie den beiden Stuttgarter Traditionsvereinen Kickers und VfB.

Am 20. Januar ab 18:00 Uhr erwartet Sie eine spannende Online-Podiumsdiskussion mit namhaften Teilnehmern aus Sport und Gesellschaft moderiert von Bernd Sautter (Autor) zum Thema

„Die Lebenswelt von LSBTIQ+ Menschen in Stuttgart

…und was der Fußball damit zu tun hat“

Gäste:

  • Markus Pfalzgraf, Journalist, Mitglied Fußballabteilung Abseitz e.V.
  • Christian Rudolph, LSVD, DFB-Beauftragter für LSBTIQ+ im Fußball
  • Matthias Becher, Geschäftsführer SV Stuttgarter Kickers
  • Holger Edmaier, Geschäftsführer Projekt 100% Mensch

 

Verfolgen kann man die Diskussion unter folgendem Link:
http://livestream.fanprojekt-stuttgart.de

 

„!Nie wieder“ – das ist die Botschaft der Überlebenden des ehemaligen Konzentrationslagers Dachau.

2004 haben Fußballfreunde diese Maxime aufgegriffen und den „Erinnerungstag im deutschen Fußball“ ins Leben gerufen. Am 27. Januar in der Evangelischen Versöhnungskirche, KZ-Gedenk-stätte Dachau, wurde die Initiative begründet – dem Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz.

In den Folgejahren haben sich der Initiative Einzelpersonen, Fangruppen und Fanprojekte, Vereine, Verbänden, Schulen und Bildungseinrichtungen  aus  Fußball und Gesellschaft angeschlossen, um sich gemeinsam für eine würdige Gedenkkultur im Stadion und Gesellschaft und ein für ein widerständisches „Nie wieder Auschwitz!“ zu engagieren.

 

Weitere Information finden sich unter www.niewieder.info

Ansprechpartner

Eberhard Schulz
Sprecher „!Nie wieder Erinnerungstag im deutschen Fußball.“
E-Mail mail@ebschulz.de
Tel. +49 176 51288444

Für die Auftaktveranstaltung veranwortlich:

Daniel Metz
Fanprojekt Stuttgart e.V.
Kickers Fanprojekt
E-Mail: daniel.metz@kickers-fanprojekt.de
Tel. +49 176 47181337
www.fanprojekt-stuttgart.de
www.kickers-fanprojekt.de
www.vfb-fanprojekt.de

AWO Fanprojekt Kaiserslautern

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Das AWO Fanprojekt Kaiserslautern ist Ansprechpartner für alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen Fußballfans. Wir vermitteln zwischen Fans, Vereinen, Ordnungs- und Kontrollbehörden. Zu unseren Angeboten gehören Streetwork, Beratung in allen Lebenssituationen, die Stärkung der Fans bei der Selbstorganisation, Antidiskriminierungsarbeit sowie Freizeit- und Bildungsveranstaltungen.

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