Der Preis – FAQ

Was steckt hinter der Idee des Preises?

Barrieren jeglicher Art zu überwinden und Grenzen zu durchbrechen erfordert meist kreative Ideen und ein hohes Maß an Engagement von Personen, Initiativen oder Vereinen. Über den persönlichen Einsatz hinaus werden für nahezu jedes Projekt viel Zeit und nicht selten auch entsprechende finanzielle Mittel benötigt. Sich dieser Herausforderung zu stellen, ist keine Selbstverständlichkeit. Daher sollten auch jegliche Anstrengungen, die Menschen diesbezüglich auf sich nehmen gewürdigt werden.

Daher wird das AWO Fanprojekt Kaiserslautern 2016 erstmals den „Tribüne ohne Grenzen“- Preis verleihen. Er stellt eine Anlehnung an den „Julius Hirsch“- Preis dar, welcher im Jahr 2012 an das Fanprojekt verliehen wurde und wird aus dessen Preisgeld finanziert.

 

Welche Rolle spielt der „Julius Hirsch“- Preis für den „Tribüne ohne Grenzen“- Preis?

Mit dem „Julius Hirsch“- Preis setzt der DFB ein Zeichen gegen Diskriminierung. Unter dem Motto „Nie wieder“ werden Vereine, Initiativen und Personen ausgezeichnet, die sich gegen Antisemitismus, Rassismus und gegen jegliche Ausgrenzung von Menschen engagieren. Der Preis wird seit 2005 vergeben und ist mit 20.000€ dotiert, welche jährlich auf drei PreisträgerInnen aufgeteilt wird.

Der „Julius Hirsch“- Preis geht auf den jüdischen Nationalspieler Julius Hirsch zurück. Er wurde 1892 geboren und starb 1945 im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Julius Hirsch wurde 1910 mit dem Karlsruher FV und 1914 mit der SpVgg Fürth Deutscher Meister. Außerdem spielte er siebenmal für die deutsche Nationalmannschaft.

Das AWO Fanprojekt Kaiserslautern erhielt den „Julius Hirsch“- Preis im Jahr 2012 für die „rot-weiß-bunt-Aktionswochen gegen Rassismus und Diskriminierung“. Hierbei präsentierte das Fanprojekt und der 1. FCK im Rahmen der Aktionswochen die Wanderausstellung „Tatort Stadion 2“ im Fritz-Walter-Stadion. Darüber hinaus wurden Vorträge zu den Themen „Fußballkultur und Rechtsextremismus/Rassismus“, „Angriff von Rechtsaußen – wie Neonazis den Fußball missbrauchen“ und „Wie bunt ist der Ball? Fußball zwischen Diskriminierung und Integration“ gehalten.

Die Aktionswochen wurden als Reaktion auf einen Vorfall im Februar 2012 ins Leben gerufen. Damals wurde während eines Trainings der israelische FCK Spieler Itay Shechter vor laufenden Kameras mit antisemitischen Parolen beschimpft.

Es benötigt glücklicherweise nicht immer derartige Vorfälle, damit Menschen aktiv werden und Projekte ins Leben rufen.

Daher hat das AWO Fanprojekt Kaiserslautern einen eigenen Preis ins Leben gerufen, der das Engagement aktiver Menschen würdigen soll.

 

An wen wendet sich der Preis?

Der „Tribüne ohne Grenzen“- Preis wird an Projekte, Gruppen und Initiativen verliehen, die sich entweder bereits in der Antidiskriminierungsarbeit engagieren, mit ihrer Arbeit einen Beitrag zum Abbau von Barrieren und Grenzen leisten oder mit einem Projekt in den Startlöchern stehen.

Einerseits sollen bestehende Projekte und Aktionen unterstützt, gefördert und in ihrem Handeln bestärkt werden. Andererseits sollen Anreize und Möglichkeiten geboten werden, eigene Ideen und Ansätze ausgestalten zu können. Das AWO Fanprojekt Kaiserslautern vergibt somit seine eigene Auszeichnung, die darüber hinaus den Gewinnern eine Plattform bietet, sich der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Das Motto „Barrieren überwinden – für eine Tribüne ohne Grenzen“ stellt die inhaltliche Maßgabe des Preises dar.

Aufgerufen sind Gruppen, Projekte, Gruppen und Initiativen, die ein dem Motto entsprechendes Projekt konzipiert haben oder ein solches planen. Wünschenswert wäre ein Fußballbezug.

 

Was hat das mit Fanprojektarbeit zu tun?

Das AWO Fanprojekt Kaiserslautern arbeitet mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen Fußballfans im Umfeld des 1.FC Kaiserslautern. Somit sind fankulturelle oder fanpolitische Themen stets präsent. Die Unterstützung einer aktiven, lebendigen und bunten Fankultur, gehört zu seinen Aufgaben. Darunter fallen auch einige klar im NKSS (Nationales Konzept Sport und Sicherheit) formulierte Arbeitsaufträge, wie die Vermittlung demokratischer Grundwerte oder der Abbau von Feindbildern und Vorurteilen im Fußballsport und auf den Tribünen. Dementsprechend ist ein Engagement im Antidiskriminierungsbereich und dessen Förderung fester Bestandteil der Arbeit des Fanprojektes.

 

Wie kann man sich bewerben?

Die Bewerbungsvoraussetzung ist ein abgeschlossenes Projekt, welches in der letzten oder aktuellen Saison umgesetzt wurde oder sich derzeit in der Umsetzung oder Planung befindet.

Die Bewerbung kann online auf Vorschlag Dritter oder auf Eigeninitiative über ein Formular auf unserer Homepage erfolgen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit eine schriftliche Bewerbung an das AWO Fanprojekt Kaiserslautern zu schicken.

Die Bewerbungsfristen werden auf unserer Homepage, auf unserer Facebookseite und über weitere Medien veröffentlicht.

 

Wie ist der Preis dotiert?

Finanziert wird der Preis durch einen Teil des gewonnenen „Julius Hirsch“- Preisgeldes aus dem Jahr 2012.

Bis zu drei Projekte werden von einer Jury ausgezeichnet und erhalten einen Geldpreis in Höhe von je 750 €, welcher dann bspw. in weitere Projektarbeit investiert werden kann.

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